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Was hilft gegen Spinnen im Haus und in der Wohnung?

Wirksame Präparate, Hausmittel und andere Maßnahmen

Mittel gegen Spinnen.Spinnen sind durchaus sehr nützliche Tiere, das ist wohl den meisten Menschen bekannt. Den vielen Spinnenphobikern hilft diese Tatsache jedoch kaum, ihre Angst vor den mal mehr mal weniger kleinen Achtbeinern zu mindern. Für einen nicht geringen Bevölkerungsanteil gibt es bei der Sichtung einer Spinne in den eigenen vier Wänden nur eine Lösung: Der langbeinige Krabbler muss weg – so schnell wie möglich und ohne Wiedersehen. Die Entledigung kann auf ganz unterschiedlichen Wegen erfolgen. Diese reichen vom simplen Draufhauen über den Einsatz von Spezialwerkzeugen bis hin zur Verwendung von spezifischen Sprays. Ebenso ist es möglich, die Wahrscheinlichkeit des Eindringens von Spinnen in das Haus und die Wohnung mittels verschiedener Methoden zu senken.

Wann und warum kommen Spinnen ins Haus?

Die Klärung dieser Frage ist als Grundlage für die Spinnenbekämpfung sehr wichtig. So kann gezeigt werden, wann und wo die nachfolgend geschilderten Maßnahmen besonders anzuwenden sind.

Die Klimaänderung im Herbst gilt als einer der zentralen Gründe für Spinnen im Haus. Der Frühling und der Sommer bieten ideale klimatische Verhältnisse für die meisten Achtbeiner. Die Tiere mögen gemäßigte Temperaturen und das vergleichsweise geringe Windaufkommen begünstigt den Bau ihrer Netze. Zudem gibt es zu dieser Jahreszeit draußen besonders viele Insekten und somit ist das Nahrungsangebot entsprechend groß. Der Herbst geht mit niedrigeren Temperaturen und häufig mit viel Wind sowie Regen einher. Davor suchen Spinnen Rückzugsorte, die sie in Kellern und Wohnräumen finden. Hierher zieht es ebenfalls viele Insekten, die den Spinnen wiederum als Nahrung dienen.

Darüber hinaus sind Spinnen im Herbst besonders aktiv, da sie sich zu dieser Zeit paaren. Im Zuge dessen begeben sich die Männchen auf Wanderungen, die sie nicht selten auch in Wohnräume führen. Begünstigt wird dieser Umstand dadurch, dass viele Spinnenarten in unmittelbarer Nähe der Menschen leben.

Helle Lichtquellen sind ebenfalls Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit des Eindringens erhöhen. Es ist wahrscheinlich nicht das Licht an sich, das die Tiere anzieht. Allerdings befinden sich in heller Umgebung häufig viele Insekten und diese sind die primäre Nahrungsquelle für die meisten Spinnen.

Welche Spinnen sind besonders häufig im Haus zu finden?

Schätzungsweise gibt es in Deutschland rund 1.000 Spinnenarten. Davon leben oder verirren sich jedoch nur die wenigsten ins Haus. Diese und vor allem ihre favorisierten Plätze zu kennen, ist ebenfalls sehr relevant für die effektive Durchführung der folgenden Abwehrmaßnahmen.

Eine, der am häufigsten in Kellern oder Wohnräumen anzutreffende, Gattung gehört zugleich zu den größten Spinnenarten in Deutschland – die Winkelspinne. Stattliche Exemplare können mit Beinen einen Durchmesser von acht bis zehn Zentimetern erreichen. Sie halten sich sogar ganzjährig in Innenräumen auf. Zu finden ist die Winkelspinne in Kellern und in dunklen Ecken der Wohnung, sprich unter Sofas oder hinter Schränken.

Die Zitterspinne ist weitaus kleiner und filigraner als die Winkelspinne. Sie hat lange, dünne Beine und scheint ständig zu zittern, was sie für Feinde schwerer entdeckbar macht. Diese Spinnenart ist aufgrund ihrer geringen Masse für viele Menschen weniger angsteinflößend, ihre großen Netze gelten jedoch als Ärgernis in der Wohnung. Die Zitterspinne ist vornehmlich an Decken und in deren Ecken zu finden.

Der Weberknecht ist zwar im Grunde keine Spinne, sondern zählt zu den Spinnentieren, er wird jedoch ebenfalls sehr häufig in deutschen Haushalten gesichtet. Seine Erscheinung gleicht der Zitterspinne, er ist jedoch insgesamt dunkler. Zu finden ist der Weberknecht in erster Linie in schmalen Ritzen.

Welche Mittel helfen gegen Spinnen in der Wohnung?

Nach der Grundlagenklärung werden nun wirksame Mittel gegen Spinnen in der Wohnung oder in vergleichbaren Innenräumen behandelt. Es stehen diverse Methoden, Tinkturen und Werkzeuge zur Auswahl, gegen die etwa 300 Spinnen anzugehen, die es durchschnittlich in jedem Haushalt gibt. Darunter sind nicht nur Vernichtungsmaßnahmen, vielmehr werden Tipps zur Vorbeugung gegen das Eindringen der langbeinigen Krabbeltiere gegeben.

Zugänge abdichten

Dunkle Ecken, Ritzen, oder Jalousiekästen sind nur einige der vielen favorisierten Spinnenunterschlupfe. Die Tiere gelangen durch die kleinsten Spalten, diese können häufig jedoch abgedichtet werden. Silikon, Klebeband oder simple Fliegengitter an den Fenstern helfen gegen Spinnen im Haus. Generell sollte darauf geachtet werden, dass alle Zugänge zum Haus oder zur Wohnung dicht schließen. Sind die verbauten Türen und Fenster bereits älter, können neue Dichtungen das Eindringen von Spinnen mindern.

Regelmäßig Putzen

Insekten werden unter anderem von Haushaltsmüll und ebenso von herumliegenden Lebensmitteln angezogen. Sind solche Köder ständig erreichbar, wird sich die Insektenpopulation erhöhen und damit steigt auch die Anzahl der Spinnen, die diese als Nahrung nutzt. Haushaltsabfälle sollten demnach immer so schnell wie möglich entsorgt und Lebensmittel gut verpackt aufbewahrt werden.

Spinnennetze entfernen

Des Weiteren hilft das schnelle Entfernen von Spinnennetzen gegen die Ausbreitung, da die Tiere so keine Nahrung fangen können. Da Spinnen gemeinhin dunkle Ecken bevorzugen, ist es ratsam, häufiger einmal gründlich sauber zu machen, um versteckte Netze zu finden.

Lavendel vertreibt Spinnen

Ein beliebtes Hausmittel zur Prävention, das im Übrigen auch gegen bereits vorhandene Spinnen hilft, ist Lavendel. Der Geruch ist für die Achtbeiner unausstehlich. Das Gewächs kann im Grunde in allen Formen zur Abwehr verwendet werden. Beispielsweise ist das Aufstellen von Lavendelpflanzen vor Fenstern, an Türen und anderen Zugängen möglich. Ebenso helfen entsprechende Kerzen oder Duftsäckchen. Die kraftvollste Maßnahme ist das Anrühren eines Präparats aus Lavendelöl, Spülmittel und Wasser. Dabei sind 5 Tropfen Lavendelöl, 5 Tropfen Spülmittel und 1 Liter Wasser zu vermischen. Mit einer Sprühflasche wird das Mittel überall dort aufgebracht, wo Spinnen sich gerne aufhalten oder in die Wohnung gelangen könnten.

Weitere Gerüche gegen Spinnen – Pfefferminz, Zitrone und Eukalyptus

Neben Lavendel gibt es weitere Düfte, die Spinnen nicht mögen. Dazu zählen insbesondere Pfefferminz, Zitrone und Eukalyptus. Hier ist es ebenfalls möglich, entsprechende Pflanzen bzw. Früchte an den Zugängen zu positionieren oder passende Lösungen zu versprühen.

Übrigens: Raucherhaushalte werden weniger von Spinnen aufgesucht, da diese den Geruch von Tabak ebenso meiden. Es ist selbstverständlich jedoch nicht ratsam, mit dem Rauchen zu beginnen oder ein Tabakspray anzurühren, um Spinnen fernzuhalten.

Spinnen mögen auch Kastanien nicht

Kastanien bzw. deren Geruch kann Spinnen tatsächlich davon abhalten in Wohnräume zu klettern und sich dort auszubreiten. Für diesen Effekt wird die Nussfrucht so aufgebrochen, dass ihr Aroma ausströmen kann. Das ist beispielsweise mit einem Hammer schnell erledigt. Die präparierten Kastanien sollten vor Fenstern und Türen, hinter Schränken, unter dem Sofa sowie dem Bett verteilt werden - eben überall dort, wo Spinnen sich am wohlsten fühlen oder in die Wohnung gelangen. Praktisch ist, dass die Kastanienzeit mit der Hauptaktivitätsphase der Krabbler im Herbst zusammenfällt.

Draufhauen, Staubsauger oder Einfangen - Spinnen beseitigen

Ist die Spinne erst einmal im Haus, können Mutige sie natürlich direkt zerquetschen oder sogar einfangen und aussetzen. Sehr viele Menschen greifen jedoch zum Staubsauger, der einen ordentlichen Abstand zum Objekt der Furcht bietet. Die Effektivität dieser Methode wird immer wieder infrage gestellt. Die Spinne kann ja nach dem Aufsaugen wieder aus dem Staubsaugerbeutel entwischen, oder? Die Antwort lautet: Jein. Ist der Beutel leer, hat das Gerät keine Rückschlagklappe und wird der Sauger nur kurz betätigt, kann es durchaus sein, dass die Spinne wieder herausfindet. In den meisten Fällen machen das Herumwirbeln, der Druck und der Staub im inneren des Beutels dem Tier jedoch den Garaus. Ein gutes Mittel soll es auch sein, noch etwas Natron aufzusaugen, damit die Spinne ganz gewiss im Staubsauger bleibt. Spinnen im Staubsauger.

Diese Methode ist generell qualvoll. Soll die Spinne getötet werden, ist das Draufhauen sicher die bessere Alternative.

Am tierfreundlichsten ist natürlich das Einfangen und das anschließende Aussetzen. Hierzu kann beispielsweise ein großes Glas verwendet werden, dass über die Spinne gestülpt und dann durch einen Zettel verschlossen wird. Dabei kommen die Fänger dem Achtbeiner jedoch sehr nahe.

Leichter geht die Prozedur durch ein passendes Spinnen-Gadget von der Hand. Diese sind gemeinhin aus größerer Entfernung verwendbar. Sogenannte Lebendinsektenfallen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Meistens funktionieren sie nach demselben Prinzip wie das Glas mit dem Papier. Dabei wird ein Hohlraum über die Spinne gestülpt und dieser per Knopfdruck von unten verschlossen. Draußen erhält das Tier seine Freiheit durch ein erneutes Betätigen des Mechanismus.

Backpulver und Haarspray

Backpulver und Haarspray gelten ebenfalls als wirkungsvolle Mittel, sich von Spinnen zu entledigen. Beide Methoden sind jedoch ähnlich quälend wie der Staubsaugereinsatz.

Durch das Besprühen mit Haarspray verkleben die Tiere und verenden schließlich langsam, da sie nicht mehr atmen können.

Beim Bestreuen mit Backpulver werden die Atemwege der Spinne verstopft. Wenig Backpulver bewirkt eine Betäubung, ist viel Backpulver im Einsatz, erstickt sie.

Haustiere gegen Spinnen

Viele Haustiere, wie Hunde und Katzen, jagen Spinnen und fressen diese sogar. Für grundsätzlich tierliebe Spinnenphobiker ist die Anschaffung eines entsprechenden Mitbewohners also durchaus eine (wenn auch nicht besonders kostengünstige) Alternative. Zu bedenken ist dabei jedoch, dass Hunde und Katzen in der Regel nicht in die oberen Wandbereiche oder an die Decke gelangen, wo sich viele Spinnen gerne aufhalten. Und es gibt keine Garantie, dass Hund oder Katze sich wirklich für die Spinnen interessieren. Bei Katzen stehen zwar Kleintiere wie Mäuse auf dem Speiseplan, aber ob sich eine Katze wirklich dazu herablässt, eine Spinne zu fangen - das bleibt nun mal ihr selbst überlassen. Und auch Hunde sind sehr eigen, unser Labrador interessiert sich zum Beispiel überhaupt nicht für Insekten, also auch nicht für Spinnen. Das ist wohl eher der Job kleinerer Hunde.

Spezialsprays - Anti-Spinnensprays

Moderne Anti-Spinnensprays verwenden unterschiedliche Inhaltsstoffe, um die Tiere fernzuhalten oder zu töten. Diese werden ähnlich wie die Hausmittel aus Lavendel und Co. an beliebten Aufenthaltsorte und in Eintrittsbereichen versprüht. Eine weitere Möglichkeit ist das direkte Aufbringen auf den Achtbeiner. Oft arbeiten solche Präparate ebenfalls mit entsprechenden Duftstoffen. Anti-Spinnensprays sind gemeinhin höchst wirksame Mittel. Es gibt sie für den Gebrauch im Innen- und Außenbereich. Bevor ein solches Spezialspray zum Einsatz kommt, muss daher stets geklärt werden, ob es im geplanten Einsatzgebiet nutzbar ist.
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